BORKEN. Um mehr Raum zum Trainieren zu bekommen, hat der Tanzsportclub (TSC) Rot-Weiß Borken schon viele vergebliche Schritte unternommen. Nun bietet sich die Chance, eine Halle an der Gelsenkirchener Straße anzumieten. Für deren Umgestaltung sind allerdings Summen nötig, die der Verein selbst nicht stemmen kann. Ob die Stadt den Tänzern, die bislang am Kinocenter ihr Quartier haben, finanziell unter die Arme greift, wird heute Thema im Hauptausschuss sein.

„Der TSC ist eines der sportlichen Aushängeschilder Borkens. Der Verein benötigt einen entsprechenden Trainingsraum, um weiter auf diesem hohen Niveau den Sport ausüben zu können." So heißt es in dem Bericht, den die Deutsche Sporthochschule Köln im Auftrag der Stadt 2012 erstellt hat. Darin geht es um die generelle Entwicklung der Sportarten und -stätten in der Kreisstadt. Der Verein mit seinen rund 300 Mitgliedern bietet Breitensport vom Anfänger-Kursus bis Zumba-Fitness und Hip Hop. Top-Leistungen zeigt unter anderem die Latein-Formation des TSC.

Die Ideen, zum Beispiel in Schulmensen oder sogar in Containern zu trainieren, haben sich die Tänzer wieder abgeschminkt. Und die Hallenzeiten in den Sporthallen reichen nach Angaben des Vereins auch nicht aus.

Wegen der mangelnden Trainingsmöglichkeiten habe der Club schon Angebote einschränken müssen. Folge: Die Mitgliederzahl sei um ein Viertel zurückgegangen, sagt Timon Bruns, der beim TSC ehrenamtlich als Assistent der Geschäftsführung tätig ist. Nachdem die Nutzung eines Firmengebäudes neben den Stadtwerken auch nicht mehr möglich war, musste man sich mit dem beengten Saal am Kino begnügen.

In der Halle an der Gelsenkirchener Straße könnte künftig auf zwei Flächen getanzt werden. Ins Geld gehe aber die Herrichtung des Bodens, so Bruns. Die Stadt will das Vorhaben mit 20.000 Euro bezuschussen. So könnte kostengünstig Zeit für eine Dauerlösung gewonnen werden, erklärt Fachbereichsleiter Johannes Pöpping.

Im Sportentwicklungsplan sind „Maßnahmen zugunsten des Tanzsportes" mit „Priorität 2" aufgeführt. Heißt: Vor den Tanzsportlern haben die Umkleiden und Kunstrasenplatz der SG Borken oberste Priorität.

Zu den 20.000 Euro würde die Stadt noch maximal drei Monatsmieten bezahlen – falls der TSC übergangsweise sowohl für die bisherige Sportstätte am Kinocenter als auch für das neue Quartier an der Gelsenkirchener Straße Miete zahlen müsse.

. Die Hauptausschusssitzung beginnt am Donnerstag, 3. Juli 2014, um 18 Uhr im Rathaus. Darin werden Entwürfe für ein neues Servicegebäude am Bahnhof Borken vorgestellt. Weiteres Thema ist die mögliche Umbenennung des Bahnhofs Marbeck-Heiden.

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