Der Umbau der Gebäude im Eingangsbereich des Stadions im Trier könnte eine Nummer größer ausfallen als bislang geplant. Die neuesten Entwürfe von Architekt Thomas Mischo erfüllen nicht nur die Anforderungen der SG Borken. Auch der Tanzsportclub Borken Rot-Weiß (TSC) findet in den aufgestockten Plänen Platz. Die zuständigen Ausschüsse des Stadtrates haben dem 1,55 Millionen Euro teuren Umbau am Dienstag und Mittwoch zugestimmt. Jetzt hängt alles von den Tänzern ab. Eine Bedingung von Verwaltung und Politik ist, dass die SG Borken und der TSC miteinander fusionieren. Vonseiten der SG liege die Zustimmung bereits vor, erklärte Borkens Erster Beigeordneter Norbert Nießing. Die Tanzsportler beraten heute darüber.

Eine Befürworterin des Projektes ist die TSC-Vorsitzende Ingrid Herweg. „Es ist eine gute Lösung für uns“, sagt sie. „Dann müssen wir nicht mehr durch die ganze Stadt fahren.“ Seit vielen Jahren trainieren die fast 300 Tanzsportler an unterschiedlichen Orten im Stadtgebiet. Nun könnten sie eine gemeinsame Heimat am Stadion im Trier bekommen.

Dafür würde der ohnehin geplante Umbau um eine Etage auf dem Vereinsheim der SG Borken erweitert. Im Obergeschoss bekämen die Tänzer einen rund 200 Quadratmeter großen Übungsraum. Im Erdgeschoss sind neben dem Vereinsheim der SG Borken weitere Funktionsräume für den TSC vorgesehen. Außerdem soll dort ein Durchgang zur benachbarten Zweifachhalle geschaffen werden, wo vor allem die Formationstänzer genügend Platz für ihr Training hätten.

Die TSC-Vorsitzende Ingrid Herweg ist froh über die Zustimmung von Politik und Verwaltung und die damit verbundene Planungssicherheit – wohl auch, um noch skeptische Vereinsmitglieder von der Fusion zu überzeugen. Zu Detailfragen wie dem künftigen Vereinsnamen äußert sie sich nicht. „Das möchte ich erst mit den Mitglieder besprechen“, sagt die Vorsitzende.

Viele Mitglieder der politischen Ausschüsse lobten die angedachte Kooperation, das erweiterte Bauprojekt und das Engagement der SG Borken. 300.000 Euro würde der Verein in Eigenleistung übernehmen. Darin enthalten wären auch Anteile der nach einer Fusion integrierten Tanzsportler, die von ihren Aufwendungen und Mieten für die aktuellen Trainingsstätten einiges sparen würden.

Neben dem Umbau des Hauptgebäudes ist weiterhin der Abriss des kleineren Gebäudes links vom Eingang zum Stadion geplant. Dort sollen in einem Neubau ein Geschäftszimmer der SG Borken ein Kassenraum sowie Besucher-Toiletten untergebracht werden. Etwa ein Jahr wird die Bauphase dauern. Zuerst müssen aber die Vereine die Fusion beschließen.

Quelle: Borkener Zeitung 26.04.2018, Markus Schönherr

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