TSC findet in der SG neuen Tanzpartner

Von F. Triphaus und M. Ilgen - Borkener Zeitung

BORKEN. Sie trafen sich zeitgleich unter einem Dach, aber in getrennten Räumen: die Mitglieder des Tanzsportclubs Borken Rot-Weiß (TSC) und die Delegierten der SG Borken. Im Hotel Lindenhof aber beschlossen sie ein gemeinsame Zukunft, die im Juristendeutsch als „Verschmelzung“ bezeichnet wird. Demnach geht der TSC in die SG über. Ein Zusammenschluss, dem die Lokalpolitik zumindest auf die Sprünge half.

Denn durch den Wechsel der zuvor eigenständigen Tänzer als Abteilung unter den Dach der SG, erfüllten beide Parteien eine wesentliche Forderung der Borkener Kommunalpolitik. Die hatte die Zustimmung zum Neubau des Eingangsbereiches zur Netgo-Arena sowie die Erweiterung des G.u.f.i. von einem Zusammenschluss der Klubs abhängig gemacht.

In der Delegiertenversammlung hatte SG-Chef Dr. Andreas Bohnenkamp noch mal die Gründe für dieses Ansinnen erläutert. So ging aus der Vorlage hervor, dass die Tanzsportler seit vielen Jahren schon auf der Suche nach einer adäquaten Sportstätte sind. Und auch die Räumlichkeiten im G.u.f.i. entsprechen nicht mehr den Mindestanforderungen. 2004 errichtet, sind die in die Jahre gekommen.

Darüber hinaus mache sich, so Bohnenkamp, der demografische Wandel bemerkbar. Der führe auch dazu, dass kleinere Vereine sowohl die gewohnten Angebote, als auch die üblichen Vereinsstrukturen nicht mehr aufrecht erhalten können. Mit dem TSC und der SG finden nun, so Bohnenkamp weiter, zwei Klubs zusammen, die sich mit ihren Angeboten ergänzen.

Auch Ingrid Herweg, Vorsitzende des TSC, äußerte sich erfreut über die Entscheidung ihrer Mitglieder. „Ich setze mich dafür ein, dass wir eine gute Abteilung in der SG werden“, versprach sie. „Das ist für uns ein sehr einschneidender Schritt. Aber wir bekommen so viel dazu. Es waren einige Ressentiments da, die wir aber – so glaube ich – aus dem Weg räumen konnten.“ Herweg weiter: „Ich hoffe, dass wir in der SG neue Saiten aufziehen können, die viele Möglichkeiten eröffnen. Jetzt können wir uns in einem großen Verein die enorme Vorstandsarbeit aufteilen.“

Ihr SG-Vorstandskollege Bohnenkamp meinte: „Ich bin glücklich, dass das nach diesem mehrmonatigen Vorbereitungsprozess in dieser Reibungslosigkeit geklappt hat. Durch das Zusammengehen ergeben sich Synergien – sowohl bei Kursangeboten, als auch in der ehrenamtlichen Organisation der Vorstände.“

Und auch Stadtsportverbands-Chef Josef Nubbenholt hält diese Verschmelzung für den richtigen Schritt. „Wir sind mit dem Sportentwicklungsplan angetreten, den Sport in Borken zukunftsfähig zu gestalten. Wichtig ist es doch, dass man sich Gedanken darüber macht, wie wir uns aufstellen, damit wir zukunftsfähig sind. Dieses Modell ist eine Blaupause für die Stadt.“

„Ich bin glücklich, dass das nach diesem mehrmonatigen Vorbereitungsprozess in dieser Reibungslosigkeit geklappt hat.“

Dr. Andreas Bohnenkamp, Vorsitzender der SG Borken

„Das ist für uns ein sehr einschneidender Schritt. Aber wir bekommen so viel dazu.“

Ingrid Herweg, Vorsitzende des TSC